Wissenswertes über Schmuck

Diamanten

Den Wert eines Diamanten bestimmen vier Faktoren: Farbe, Reinheit, Schliff und Gewicht. In dem vorliegenden Diamanten-ABC haben wir mit freundlicher Unterstützung von Gemmologin und Diamantgutachterin Verena Pagel-Theisen kurze, prägnante Erklärungen zu diesen bedeutenden Kriterien zusammenfasst. Ergänzend finden sich auch Definitionen anderer geläufigster Fachbegriffe rund um das Thema Diamantschmuck und Diamant-Graduierung.

Der Begriff Brillant ist heute so eng mit dem Mineral Diamant verbunden, dass man häufig üblicherweise von Brillant spricht, wenn ein Diamant gemeint ist. Mit Brillant bezeichnet man lediglich eine spezielle Schliff-Form des Diamanten. Diese ist rund und weist 58 Facetten auf: Tafel + 32 Facetten am Oberteil und 24 Facetten + Kalette am Unterteil.

Damit sind alle Merkmale gemeint, die ganz oder teilweise vom Stein umschlossen sind, zum Beispiel kristalline und feste Einschlüsse, punktförmige Einschlüsse, „Wolken“, Risse u.v.m. Die Größe der Einschlüsse bestimmt den Reinheitsgrad (siehe Reinheit).

Diamanten gibt es in zahlreichen Farbtönen – von gelb über braun bis schwarz. Man nennt all‘ diese Schattierungen „Fantasiefarben“, engl. „Fancy Colours“ (siehe Farbe).

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Wie bei allen Edelsteinen wird auch das Gewicht des Diamanten in Karat gemessen. Das Karat wird in Hundertstel unterteilt und auf elektrischen Analysenwaagen ermittelt. Die Abkürzung lautet ct. – im Gegensatz zu Kt. für Karat bei Gold. Bei Diamanten entspricht 1 Karat dem Gewicht von 0,2 Gramm. Aufgrund des seltenen Vorkommens größerer Steine steigt der Preis eines geschliffenen Diamanten progressiv mit seinem Gewicht.

Der Diamant ist nicht nur der härteste aller Edelsteine, sondern überhaupt das härteste Material, das die Natur hervorbringt. Die alten Griechen bezeichneten ihn als „adamas“, den Unbezwingbaren, worauf auch die heutige Bezeichnung Diamant zurückgeht. Zum ersten Mal gelang es dem 1839 verstorbenen Friedrich Mohs, die enorme Härte des Diamanten im Vergleich zu anderen Mineralien auszudrücken. Er entwickelte eine zehnteilige Härteskala, auf welcher der Diamant als einziges Mineral auf Stufe 10 steht.

Das Gewicht eines Diamanten sowie aller anderen Edelsteine wird weltweit in Karat (Abkürzung ct) gemessen (siehe Gewicht).

Die Abkürzung für lupenrein lautet LR oder IF. Ein Diamant wird dann als lupenrein bezeichnet, wenn er bei 10-facher Vergrößerung absolut transparent und frei von Einschlüssen ist (siehe Reinheit).

Kaum ein Diamant ist frei von Einschlüssen, das heißt „lupenrein“. Ergo bestimmen Merkmale wie Risschen, Kristalle anderer Mineralien, Trübungen je nach Größe und Anzahl, nach Art und Grad der Erkennbarkeit, die Reinheit. Es gibt zehn Reinheitsstufen. Die ersten sieben Grade lassen sich ausschließlich mit der 10-fachen Vergrößerung feststellen, die letzten drei Stufen enthalten Einschlüsse, die auch ohne Lupe erkennbar sind. Wenn man die Einschlüsse mit bloßem Auge wahrnehmen kann und diese einen negativen Einfluss auf die Brillanz und Transparenz des Diamanten haben, nimmt der Wert des Steines bedeutend ab. Einschlüsse, die das Feuer oder die Transparenz des Steines nicht vermindern, senken zwar den Preis des Diamanten, sollten aber nicht die Freude an dem Schmuckstück schmälern.

Die Reinheitsgrade reichen von „lupenrein“ (Abkürzung LR bzw. IF) über sehr, sehr kleine Einschlüsse (VVS), sehr kleine Einschlüsse (VS), kleine Einschlüsse (SI) – sie alle sind nur mit der Lupe zu erkennen –, bis zu größeren Einschlüssen (P), die auch mit freiem Auge zu erkennen sind.

Die Schönheit eines geschliffenen Diamanten liegt in seinen hervorragenden optischen Eigenschaften, besonders der hohen Lichtbrechung und seiner Dispersion. Erst im geschliffenen Zustand treten all jene Faktoren hervor, die in optimaler Abstimmung das Höchstmass an Brillanz bewirken: die Harmonie von Glanz, Lichtbrechung, Reflexion, Farbstreuung und Bewegungsbrillanz. Es gibt viele verschiedene Formen, einen Diamanten zu schleifen. Gängige Schliff-Formen sind: Navette, Baguette, Tropfen, Oval, Herz, Trapez, Prinzess oder Treppenschliff.

Perlen

Der Wert einer Perle ist an fünf Kriterien gebunden: Farbe, Form, Größe, Lüster und Oberfläche. Eine große, barocke Perle mit herausragendem Lüster ist ein wertvolleres Unikat, als eine kleine, perfekt runde Perle mit wenig Lüster und guter Oberfläche. Das Wechselspiel der einzelnen Kriterien bestimmt den tatsächlichen Wert. Schlussendlich entscheidet vor allem der persönliche Geschmack über die Attraktivität dieser kleinen Wunderwerke der Natur.

Die Klassiker unter den Perlen decken das breite Spektrum aller Qualitätsstufen ab. Die besten Qualitäten entstehen in Mittel- und Südjapan. Küstenformation und Witterung sind von entscheidender Bedeutung für die Beschaffenheit der Perlen.

Die Farbe jeder Perle wird von der Natur bestimmt. Die Skala reicht von dem am höchsten bewerteten „Rosé“ über „Weiß“ bis hin zu Crèmetönungen. Aber auch graue und schwarze Perlen haben ihren Zauber und gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Hier reicht die Bewertungspalette von perfekt rund über oval bis unregelmäßig „barock“.

Große Perlen sind natürlich seltener als kleine, aber auch extrem kleine Perlen sind rar.

Dieses Kriterium bewertet die „Ausstrahlung“ – die Art, wie die Perle das Licht reflektiert (Regenbogenspiel). Für die Bewertung gilt: Je glänzender, desto seltener und damit auch wertvoller ist die Perle.

Die Beschaffenheit reicht von makellos über kleine, natürlich gewachsene Merkmale bis hin zu deutlichen Wachstumsstrukturen.

Die Kronjuwelen des Meeres entstehen in seltenen Muscheln der Regionen Indonesien, Australien und Französisch Polynesien. Sie sind äußerst kostbar und beeindrucken durch ihre Größe. Ihr Farbenspiel reicht von Rosé über Weiß und Gold bis Schwarz (Tahiti).

Sie haben ihren Ursprung im Biwa-See in Zentraljapan. Heute werden diese Perlen überwiegend in China gezüchtet. Form, Farbe, Größe und Qualität sind hier besonders vielfältig und ermöglichen dadurch auch Kreationen in besonders attraktiven Preisklassen.

Die weit verbreitete Meinung, Zuchtperlen wären keine „richtigen“ Perlen, ist vollkommen falsch. Jede Perle ist, auch wenn sie gezüchtet wird, ein in der Natur entstandenes Unikat. Jede Muschel benötigt mehrere Jahre intensiver Pflege. Dennoch genügen am Ende nur fünf von hundert Perlen den höchsten Qualitätsansprüchen.

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