Wissenswertes über Uhren

Abgeschrägte Kanten der Stahlteile eines mechanischen Uhrwerks. Die Anglierung wird entweder maschinell oder – bei Luxusuhren auf höchstem Niveau – in traditioneller Handarbeit angebracht. Die Anglierung dient lediglich der optischen Verfeinerung und hat keinen Einfluss auf die Funktion des Uhrwerks.

Erfunden Anfang des 18. Jahrhunderts vom englischen Uhrmacher George Graham und weiterentwickelt von dessen Schüler Thomas Mudge kommt dieses Hemmungssystem noch heute in den meisten mechanischen Uhren zum Einsatz. (Funktionsweise siehe „Hemmung“)

Durch die Bewegung des Handgelenks und damit des Rotors spannt sich die Zugfeder automatisch – im Gegensatz zum Handaufzug, wo die Uhr über die Krone manuell aufgezogen wird.

Diese durch Abraham-Louis Breguet optimierte Unruhspirale wurde 1795 präsentiert und später nach ihrem Erfinder benannt. Ihr typisches Erkennungszeichen besteht bis heute in einem hochgebogenen äußeren Ende der Spiralfeder, das für eine entscheidende Verbesserung der Ganggenauigkeit sorgt. Angesichts der vergleichsweise hohen Produktionskosten kommen Breguetspiralen heute nur in sehr hochwertigen Kalibern zum Einsatz.

Eine vor allem bei Luxusmarken beliebte, klassisch-elegante Zeigerfasson – erkennbar an der charakteristischen ringförmigen Erweiterung im vorderen Drittel des Zeigers.

Zusatzmechanismus, der das Starten, Stoppen und Rückstellen eines meist zentral positionierten Sekundenzeigers per Knopfdruck ermöglicht. Die Zeitanzeige bleibt davon unberührt. Die meisten Chronographen verfügen zudem über eine Anzeigen der gestoppten Minuten und Stunden. Abhängig von der Unruhfrequenz können mechanische Chronographenwerke bis auf die Zehntelsekunde genau stoppen.

Mittels Schleppzeiger-Mechanismus lassen sich zwei oder mehr Vorgänge simultan stoppen, sofern sie gleichzeitig beginnen. Der Schlepp- oder Einholzeiger ist über ein komplexes Schaltwerk mit dem Chronographenzeiger gekoppelt. Über einen speziellen Drücker lässt sich der Schleppzeiger beliebig oft anhalten (z. B. zur Messung von Zwischenzeiten) und mit dem weiterlaufenden Chronographenzeiger wieder synchronisieren. Schleppzeiger-Chronographen sind wegen ihrer aufwändigen und damit sehr kostspieligen Technik nach wie vor eine Besonderheit.

Die Uhr wird über eine Dauer von 360 Stunden vom Offiziellen Schweizer Kontrollinstitut COSC in den fünf häufigsten Handgelenkspositionen (Lagen), bei Temperaturen zwischen 8 und 38 Grad Celsius, getestet. Dabei darf das Uhrwerk eine durchschnittliche Gangabweichung von –4 bis +6 Sekunden nicht über- bzw. unterschreiten.

Eine Erfindung des britischen Meisteruhrmachers Dr. George Daniels, die von Omega zur Serienreife weiterentwickelt wurde. Die Co-Axial-Hemmung reduziert im Vergleich zur herkömmlichen Ankerhemmung die Reibung zwischen den energieübertragenden Teilen. Daraus resultieren eine langfristig stabilere Ganggenauigkeit und deutlich verlängerte Wartungsintervalle.

Komplexes Kalenderwerk, das die unterschiedlichen Monatslängen inklusive der Schaltjahre bis zum 28. Februar 2100 ohne manuelle Korrektur berücksichtigt. Bietet meist Anzeigen für Wochentag, Datum, Monat, eventuell Mondphase und Schaltjahr.

Gemeint ist die Anzahl der Unruh-Schwingungen (pro Stunde), gemessen in Hertz (Hz), angegeben in Halbschwingungen (hin und her). Moderne mechanische Uhrwerke weisen in den meisten Fällen eine Frequenz von 28.800 A/h (4 Hz) auf.

Darunter versteht man die gesamte Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks – den Zeitraum zwischen dem vollständigen Aufzug und dem aufgrund der vollständigen Entspannung der Zugfeder eintretenden Stillstand.

Reicht die Aufzugsenergie über die normale Gangdauer einer Armbanduhr (24 Stunden) hinaus, so wird die Gangreserve extra ausgewiesen. Durch Spezialkonstruktionen oder zusätzliche Federhäuser kann das Energiepotential auf einen Zeitraum von mehreren Tagen erhöht werden. Der Rekord für eine Armbanduhr liegt aktuell bei 31 Tagen (A. Lange & Söhne).

Funktionelle Zusatzfunktion zur Anzeige der verbleibenden Aufzugsenergie eines mechanischen Uhrwerks. Diese erfolgt meistens durch einen kleinen Zeiger auf einer Skala von 0/4 bis 4/4.

Nach traditioneller Methode gefärbte Stahlteile. Beim Bläuen werden die Teile in einer kleinen Pfanne über einer Flamme erhitzt. Bei knapp 300 Grad nimmt die Oberfläche die gewünschte Farbe an.

Dieses Qualitätszeichen geht auf ein Gesetz von 1886 zurück. Nur Uhrwerke, die nach 18-tägiger Prüfung elf definierte Anforderungen erfüllten, durften den „Poinçon de Genève“ tragen. Seit 1994 müssen für die begehrte Punze alle Uhrwerke nummeriert beim „Büro zur freiwilligen Kontrolle Genfer Uhren“ vorgelegt werden. Vorgeschrieben sind z.B. polierte Kanten und satinierte Vorderseiten, polierte oder kreisgeschliffene Schraubenköpfe und anglierte Schraubenschlitze. Geprüft wird auch die Befestigung der Unruhspirale, die technische Ausführung des Schwing- und Hemmungs­systems, die handwerkliche Sorgfalt u.v.m. Als Grundvoraussetzung gilt, dass Zusammenbau und Regulierung im Kanton Genf erfolgen müssen.

Diese optische Veredelung findet sich im Allgemeinen nur auf Komponenten hochwertiger Uhrwerke. Es handelt sich dabei um eine gerillte Dekoration auf Brücken und Kloben.

Extragroße Datumsanzeige, bei der die beiden Ziffern mittels zwei getrennter Scheiben angezeigt werden – einer für die Zehner- und einer die für die Einerziffer (auch „Panoramadatum“ genannt).

Traditionelles Verfahren zur Verzierung von Uhrengehäuse oder Zifferblatt. Dabei werden feine Muster in die Oberfläche graviert.

Dabei handelt es sich um jenen Mechanismus innerhalb eines mechanischen Uhrwerks, der die Kraft der Zugfeder in kleine Impulse unterteilt und an das Schwingsystem (Unruh) weiterleitet. Durch diesen Vorgang entsteht das charakteristische Ticken der Uhr. Bei dieser Form der Kraftübertragung entsteht natürlich permanent Reibung. Die Schmierung muss optimal sein, damit bei diesen in höchstem Maße beanspruchten Werkkomponenten kein Materialverschleiß eintritt. Im Sinne der Werterhaltung jeder mechanischen Uhr empfiehlt es sich daher, alle drei bis fünf Jahre ein Service durchführen zu lassen.

Die Kaliber-Bezeichnung dient der klaren Unterscheidung und Beschreibung (Dimension und Gestalt) eines Uhrwerks und seiner Teile.

Im Gegensatz zum zentralen Sekundenzeiger ist die Anzeige hier „exzentrisch“ angeordnet. Die „Kleine Sekunde“ befindet sich bei Armbanduhren meistens auf der Zifferblattposition zwischen dem Zentrum und der Ziffer „6“ – im Fachjargon: Kleine Sekunde bei 6 Uhr. Es gibt jedoch auch Werke mit der kleinen Sekunde bei 9 Uhr.

Komplizierte mechanische Konstruktionen für Zusatzfunktionen. Zu den bedeutendsten Komplikationen zählen Chronograph, Flyback, Gangreserveanzeige, Minutenrepetition, Alarmfunktion, Ewiger Kalender und Tourbillon.

Überlieferte Maßeinheit für Uhrwerks-Dimensionen, abgeleitet vom französischen Fuß. Eine Linie (1’’’) entspricht 2,2558 mm.

Ursprünglich wurde in einer Manufaktur jede einzelne Komponente der Uhr unter einem Dach gefertigt. Im Zuge der Industrialisierung erwies sich die Auslagerung einzelner Produktionsbereiche an Spezialisten für Uhrbänder, Gehäuse, Zifferblätter, Zeiger oder einzelne Werkteile als wirtschaftlich vernünftiger. Heute darf sich ein Uhrenhersteller nach den ungeschriebenen Gesetzen der Uhrmacherei nur dann Manufaktur nennen, wenn er zumindest ein Rohwerk selbst fertigt.

Dient der besseren Ablesbarkeit: Extragroße Datumsanzeige, bei der die beiden Ziffern mittels zwei getrennter Scheiben angezeigt werden – einer für die Zehner- und einer die für die Einerziffer.

Aufwändige Zusatzfunktion eines Uhrwerks (Komplikation), die es gestattet, die aktuelle Zeit akustisch wiederzugeben. Uhren mit „Minutenrepetition“ geben beispielsweise die Stunden, die Viertelstunden sowie die zusätzlich verstrichenen Minuten auf Anforderung akustisch an. Dazu schlagen in der Regel zwei Hämmer auf zwei verschiedene Tonfedern. Für die Stunden erklingen tiefe, für die Minuten hohe Töne. Dazwischen kommen die Viertelstunden durch Doppelschläge (hoch/tief) zum Ausdruck. Erste Uhren mit Minutenrepetition gab es bereits Mitte des 18. Jahrhunderts.

Dabei bewegt sich der Zeiger nicht im Kreis, sondern lediglich über ein Kreissegment und springt am Ende automatisch zur Ausgangsposition zurück, um die Bewegung erneut auszuführen.

Eine unbegrenzt drehende Schwungmasse sorgt für den automatischen Aufzug. Je nach Konstruktion des Selbstaufzugs wird die Zugfeder in einer oder beiden Drehrichtung(en) gespannt. Dabei unterscheidet man Zentralrotoren, die sich über dem ganzen Werk drehen, und Mikrorotoren, die in die Werksebene integriert sind.

Dieses kratzfeste Material wird inzwischen von den meisten Herstellern für das Uhrenglas und auch für transparente Gehäuseböden verwendet. Der Härtegrad von Saphirglas beträgt Härte 9 (nach Mohs). Eine noch größere Härte weist nur der Diamant auf.

Durch diese Schliff-Bearbeitung wird eine seidig-matte Optik auf Metalloberflächen erzeugt.

Auch „Schaltrad“ genannt. Anspruchsvoller Steuer-Mechanismus für das Starten, Stoppen und Nullstellen des Chronographen. Bei exklusiven Chronographen-Kalibern erfolgt diese Steuerung über ein drehbar gelagertes Schaltrad mit mehreren Säulen.

Diese Skala ist entweder am Rand des Zifferblattes oder auf der Lünette angebracht und dient bei Chronographen zur Ermittlung von Durchschnittsgeschwindigkeiten. Wird der Chronograph am Anfangspunkt einer Strecke gestartet und an ihrem Ende wieder angehalten, zeigt der Chronographenzeiger auf der Tachymeterskala die Durchschnittsgeschwindigkeit (km/h oder mph) an, mit der die Distanz durchfahren wurde.

Eine der höchsten Komplikationen der Uhrmacherkunst, bei der die Unruh samt Spiralfeder und Hemmung in einen Käfig montiert sind, der sich um die eigene Achse dreht und damit die negativen Einflüsse der Schwerkraft auf die Ganggenauigkeit ausgleicht.

Laut Deutscher Norm (DIN) 8310 dürfen Uhren die Bezeichnung „wasserdicht“ tragen, wenn sie gegen Schweiß, Spritzwasser und Regen resistent sind. Zudem darf in einer Tiefe von einem Meter mindestens 30 Minuten lang keine Feuchtigkeit eindringen. Der Zusatz 30 m, 3 bar oder 3 atm besagt, dass die Uhren vom Hersteller einem entsprechenden Prüfdruck ausgesetzt wurden. Gleichwohl empfiehlt es sich, nur mit Uhren zu schwimmen oder gar zu tauchen, deren Wasserdichtheit höher angegeben ist (ab 100 m).

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